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Wo sind die Jahre hin? Wo sind diese verdammten Jahre hin? Sie sind einfach weg, weg, ausgelöscht. Sie sind nicht mehr da und ich sitze nun da, mit Liedern, die Gefühle in mir auslösen
und ich nicht weiß warum. Da sind keine Erinnerungen mehr, da ist nichts mehr. Nur Angst, Verzweiflung, Wut, Trauer, Hass. Aber keine Erinnerungen mehr. Ich versuche mich zu erinnern,
ich habe das Gefühl mein Kopf platzt, ich halte es nicht mehr aus. Ich kann nicht mehr, diese Musik macht mich kaputt. Und ich weiß nicht wieso, ich weiß nicht warum. Ich weiß nicht an was
sie mich erinnern sollte, ich weiß nichts mehr. Ich weiß nicht einmal mehr wann es war.
Einzelne Erinnerungsfetzen fliegen in meinem Kopf herum. Fetzen, viel zu klein um darauf etwas zu erkennen zu können; zu klein um sie zu einem Bild zusammenzufügen.
18.5.12 20:26


Es ist mir egal. Es ist mir alles egal. Ihr seid mir alle egal. Lasst mich in Ruhe, ich will alleine sein. Ich will euch nicht sehen. Ich will euch nicht hören. Ich will euch nicht spüren.
Ich will alleine sein, ganz alleine, alleine mit meinen Gedanken. Ohne jemanden der mich stört, ohne jemanden auf den ich Rücksicht nehmen muss. Ohne jemanden
den ich verletzen könnte. Lasst mich [...] doch machen was ich will. Es geht euch nichts an.
[...]
Wenn ich [...] möchte kann ich das tun und es kann euch egal sein.
[...]
Es geht euch nichts an. Ich kann tun was ich will. Es steht euch nicht zu darüber zu
urteilen oder mich davon abzuhalten. [...] Ihr seid es nicht wert! Ich kann tun und lassen was ich will!
 
 
 
 
 
Ich wünschte ich könnte einen Film drehen. Einen Film drehen, der meine Gedanken zeigt. In all ihrer Dramatik, in all ihrer Schonungslosigkeit, in all ihrer Geschmacklosigkeit.
Diese rasenden Bilder, am Rande des Wahnsinns. Diese rasenden Bilder, wie sie meinen Kopf sprengen, wie er explodiert, wie das Gehirn herausbricht wie ein Vulkan.

Rasende Gedanken. "Es hätte keinen Unterschied gemacht, wenn ich etwas gesagt hätte. Was ich gesagt hätte. Es wäre egal gewesen." Sie fliegen an meinem Kopf vorbei. Ich versuche auszuweichen, doch sie treffen mich in ihrer ganzen Härte, sie prallen ohne Gnade gegen meinen Kopf. "Und er hat es allen gesagt. Er hat es einfach allen gesagt, hat alle gefragt, hat es allen erzählt. Weil er die Gewissheit haben wollte. Weil er damit nicht klar kommen würde." Dem nächsten Gedankenhagel weiche ich aus, ich ducke mich und er rauscht an mir vorbei. "Und dass ich damit nicht klar komme, war völlig egal." Ich drehe mich um, sehe noch viel mehr Bilder und Gedanken auf mich zufliegen. Ich renne vor ihnen davon, sie sollen mich nicht erreichen, was soll ich mit diesen ganzen Gedanken anfangen? Ich renne und renne, bis der nächste Treffer gegen meinen Hinterkopf knallt. Ich falle, taumle, bleibe liegen. Er lähmt mich. "Ich schätze ich habe in meinem Leben viel falsch gemacht. Oft falsch abgebogen, oft den falschen Weg genommen. Mich verlaufen, mich verrannt." Ich versuche wieder aufzustehen, weiterzurennen, doch es geht nicht.
"Es ist längst zu spät, ich habe den Kampf schon längst verloren."
 Er trifft mich mit voller Wucht. Ich habe keine Zeit, mich wieder aufzurappeln, da kommt schon der nächste. "Und ich bin herausgerannt. Das Blut floß immer weiter. Ich hatte Angst, wusste nicht wohin. Auf die Gleise, über die Gleise. Ein Handtuch geschnappt. Blutung stoppen. Zurück kann ich nicht mehr. Da ist er. Da kann ich nicht mehr hin. Da werde ich nie wieder hinkönnen." - WUSH! Und der nächste. "Er hat mich gewürgt. Ich habe einfach mitgespielt. Ihm direkt in die Augen gesehen, es ertragen, mir nichts anmerken lassen. Mitgespielt. Er hat nichts gemerkt." Es hört nicht mehr auf. Die Bilder lassen mich nicht in Ruhe. "Ich bin durch den Regen gerannt. Alleine. Immer weiter. Ich war durchnässt und bin immer weiter gerannt. Bis ich keine Kraft mehr hatte, immer weiter gerannt. Sie haben es nicht verstanden. Und er war währenddessen bei ihr." Immer mehr Gedanken, die mich treffen. "Aber dann wird mir wieder klar, dass ich alleine da stehe. Dass ich alleine kämpfen muss. Alleine gegen den Rest der Welt." 
Das war er. Das war er, der finale Treffer, der letzte Treffer, der etwas in mir bewegt. Der ungeahnte Kräfte in mir freisetzt, der mich mich wieder aufbäumen lässt, weiterrennen lässt. Ausweichen lässt. Den Gedanken davon rennen lässt.
 
Ich bin entkommen. Dieses Mal. Bis zum nächsten Gedankenmassaker.
 

 
 
Rest und fehlende Passagen gibt's wie immer auf'm geschützten Blog.
18.5.12 20:50





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